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Artikel: Audio CD
Anzahl Disks: 1
Label / Vertrieb: Stickman / Indigo
TRACKLIST:
1 Starhammer
2 X-3 (Knuckleheads In Space)
3 The Bombproof Roll and Beyond (For Arne Hassle)
4 Close Your Eyes
5 W.B.a.T.
6 Gullible's Travails (Pt. I-Iv)
Rezession, Motor.de:
"Interessanterweise gehen Motorpsycho hier nun den Mittelweg
zwischen freiem Spiel und Studioarbeit. Einerseits durfte
erstmals Produzent Kåre Vestrheim reinreden und verpasste den
Songs Soundgimmicks wie Trompeten und Keyboard-Unterstützung
sowie einen Bombensound. Andererseits sind Songs wie
"Starhammer" oder "X-3" nur zum Teil auskomponiert und bieten
das Fundament für ausgiebige instrumentale Ausschweifungen, wie
man sie von Motorpsychos Liveauftritten kennt - oder dem
Vorvorgänger "Little Lucid Moments".
Ein Grund für das ausgiebig zelebrierte Improvisieren ist
natürlich, dass das Trio seit dem Einstieg von Schlagzeug-Tier
Kenneth Kapstadt seinen zweiten Frühling erlebt. Kapstadt ist
zehn Jahre jünger als seine Bandmates, mit dem Herzen zuhause
im Rock, zugleich aber auch ein versierter Jazzdrummer. Sein
virtuoses wie kraftvolles Spiel hat die Band laut Sänger und
Bassist Bent Sæther auf ein neues musikalisches Level gehoben.
Und auf dem kann man sich auch mal erlauben, einen Song erst
nach zwei Minuten wildem Herumgejazze zu beginnen - wie bei
"W.B.A.T.". Wie eine Perle in der Auster verbirgt sich in der
Mitte der Schwermetallfrucht das zarte "Close Your Eyes", eine
dreiminütige Pianoballade. Ein älteres Stück, das auf der Tour
2002 noch als schwer Pink-Floyd-verdächtige Psychedeliknummer
von 10 Minuten Länge daherkam. Klingt komisch, ist aber typisch
Motorpsycho, für die Songs niemals fertig sind.
Zum neuen Live-Favoriten dürfte "Gullible's Travails" werden,
ein zwanzigminütiges Epos in vier Teilen, das auf Augenhöhe mit
den Klassikern "The Golden Core" und "Vortex Surfer" steht.
Hier fahren die drei Norweger noch einmal alles auf, was sie
ausmacht: schweren Midtempo-Rock, herrliche Melodien, sanfte
Akustikpassagen, ausgiebige Gitarrensoli, eine langsame
dynamische Steigerung und am Ende erstrahlt das beste Riff seit
Led Zeppelins "Kashmir" - kurzum: der pure Wahnsinn.
Seit zwanzig Jahren im Geschäft und immer noch wegweisend: Das
können nur wenige Bands von sich behaupten."
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